Kloster Namen Jesu

In Solothurn gibt es ein Paradies. Es liegt versteckt hinter hohen Mauern mitten im Steingrubenquartier: Das Frauenkloster Namen Jesu.

Tritt man durch die Pforte des über 400 Jahren alten Gebäudes, wird man – hat man Glück – gleich von freundlichen Schwestern begrüsst. Weitläufige Gänge führen durch das verwinkelte Ensemble vorbei am Refektorium, Küche, Musikzimmer, Bibliothek und Hostienbäckerei. Steht man draussen in der hübschen Holzlaube, stehen rechter Hand die Bienenhäuschen, geradeaus spaziert man unter dem Kronendach der Zieräpfel mitten hinein in den wunderschönen Klostergarten.

Kiwis, Trauben, Beeren, Kräuter, prächtige Rosen und allerhand Blumen wachsen hier. Auch etwas Gemüse gedeiht in vier Beeten. Der ganze Umschwung mit Scheune, Schopf, Wasch- und Ökonomiehaus beträgt rund rund 2,8 Hektaren. Früher wurde das Landwirtschaftsland grösstenteils von den Schwestern bewirtschaftet. Heute wird Garten von der Gärtnerei Leonotis von Franziska Hauert-Balmer und Matthias Hauert gepflegt, dies in Zusammenarbeit mit der Schwesterngemeinschaft und dem Freundeskreis. Ein Bio-Bauer aus der Region nutzt einen Teil der Fläche für Gemüseanbau. In naher Zukunft soll für die Reaktivierung des gesamten Gartenbetriebs ein eigenständiger Betrieb verantworlich sein.

Seit über 400 Jahren wird im Kloster Namen Jesu das monastische Leben gepflegt. Jahrhundertelang lebte und arbeitete hier eine zurückgezogene Gemeinschaft, deren Umgang mit der Aussenwelt sich auf das Nötigste beschränkte. Erst in den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Pforten ein grosses Stück geöffnet.

Nun werden diese Pforten nochmals etwas geöffnet, denn das Kloster ist im Wandel. Und so werden in Zukunft zwei Organisationen die Klosterräume nutzen – jeweils in eigenen Bereichen.

  • Die Schwestergemeinschaft des Kapuzinerinnenkloster Namen Jesu
  • Das Zentrum für Arbeit und Stille

Träger und Besitzer des Klosters ist der gemeinnützige Verein Kloster Name Jesu. Im Frühling 2023 heisst dieser das «Zentrum für Arbeit und Stille» willkommen. Dort finden Menschen, die die Atmosphäre eines Klosters schätzen und suchen, stille und schöne Arbeitsräume und Ateliers.

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