Zentrum für Arbeit und Stille

«Eine Atmosphäre muss man spüren. Das setzt leibliche Anwesenheit voraus, sei es nun, dass man eine Landschaft oder einen Raum aufsuchen oder sich der Ausstrahlung eines Kunstwerkes aussetzen muss. Man spürt die Atmosphäre in seinem Befinden und zwar als eine Tendenz, in eine bestimmte Stimmung zu geraten.»
Gernot Böhme

Das Zentrum

Ab ca. Januar/Februar 2023 wird der Westflügel des Klosters zum «Zentrum für Arbeit und Stille» – ein Arbeitsraum-Cluster für externe Menschen. Die frei werdenden Räume bilden ein eigenes Zentrum, das unabhängig vom aktiven Klosterleben der Schwesterngemeinschaft organisiert ist.

In einer zweijährigen Startphase wird das Projekt geprüft und laufend evaluiert.

Derzeit besteht der Konvent aus sieben Kapuzinerinnen. Die Schwestern werden sich räumlich im Ost- und Südflügel konzentrieren und ihr franziskanisch-klösterliches Leben leben. Das Kloster wurde für diese Lebensform entworfen, dafür gebaut und hat über die Jahrhunderte durch diese Nutzung eine Prägung. Das seit dem Jahr 1609 bestehende Kloster bleibt Wohn- und Lebensort der Schwesterngemeinschaft, solange diese besteht.

Die Räume

Das Kloster bietet mit seiner gegebenen Struktur einen stillen und atmosphärisch schönen Rückzugsort – ideal für Konzentration, künstlerischen Schaffen oder ehrenamtliches Engagement.

Die Räume haben unterschiedliche Grössen und eignen sich auch als Büro. Das Angebot richtet sich vorallem an Menschen in der sogenannten «Nacherwerbsphase», die einen Arbeitsraum ausserhalb Ihres Zuhauses suchen, oder Kunstschaffende, die einen stillen und atmosphärisch «klaren» Ort schätzen. Es ist möglich, einen Raum für ein bestimmtes Projekt temporär zu mieten. Die Nutzer:innen gestalten ihren eigenen Raum. Ein grosser Mehrwert ist, dass die Laube und Teile des Gartens sowie die Bibliothek mitgenutzt werden können.

Die Zielgruppe

Das Angebot richtet sich vorallem an Menschen in der dritten Lebensphase. Viele davon haben wieder mehr Ressourcen sich ihren Interessen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten zu widmen. Es geht darum, diese Lebensphsae neu zu gestalten oder vorzubereiten, den Alltag und soziale Beziehungen verändert zu leben und sich neue Ziele zu  setzen.

Aber nicht nur: Auch jüngere Kunstschaffende und Autor:innen können sich einmieten, sei es temporär (zwei, drei Monate) für eine bestimmte Arbeit, die in der klösterlichen Atmospähre besonders gut gedeihen kann, oder für länger.

Bereits jetzt gibt es auf dem Gelände ausserhalb des Hauptraktes einen Goldschmied, eine Sängerin, Imkerinnen und das sehr schöne Klosterhotel Porta Secunda.

Die gemeinsamen Räume

Bei Werkräumen, wie Küche, Hostienbäckerei oder Backstube besteht die Möglichkeit, diese zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit den Schwestern zu nutzen respektive hierfür neue Nutzungen zu etablieren.

Das Netzwerk und die Gemeinschaft

Mit der Zeit entsteht ein Netzwerk für soziale Kontakte, gemeinsame Aktivitäten, gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch, Wissensvermittlung und Weiterbildung.

Die Ressourcen und Erfahrungsschätze aktiver Menschen in der dritten Lebensphase sind goldwert und werden zugänglicher gemacht, vernetzt, genutzt, eingesetzt. Schritt für Schritt wächst eine Gemeinschaft, in der die neuen Nutzer*innen auch die Möglichkeit haben, sich gemeinsam für das Haus und den Garten zu engagieren.

Die Zukunft

Aus gemeinschaftlichen Interessen können neue Betriebe und Angebote, auch in Zusammenarbeit mit der Schwesterngemeinschaft, entstehen:

Manufakturen (Brot, Schnaps, Klosterprodukte)
Café Namen Jesu
Reparatur-Shop (reparieren statt wegwerfen)
Schuhmacherei
Tischlerei
Schreibkurse
Verlag
Gartenschule
Yoga- und Mediationskurse
Markt
etc.